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Der Trend aus den USA – Contouring

Der Trend geht ja im Allgemeinen hin zur Natürlichkeit. Gehört man allerdings nicht zu dem kleinen Kreis derjenigen, die mit einem perfekten Teint und wunderschön symmetrischen Gesichtsformen gesegnet sind, muss man schon auf Make Up und Co. zurückgreifen …

 

Beauty und gesundes Aussehen – Contouring

Was sonst nur der Schönheitschirurg und eine aufwendige OP versprechen, soll der nicht mehr ganz so neue Trend aus den USA – Contouring – schaffen. Einen Namen hat sich diese Schminkform vor allem durch Kim Kardashian gemacht. Deren Gesichtszüge sehen wie gemeißelt aus. Erwischt man sie einmal ungeschminkt, wie in ihrer eigenen Reality Show, sieht man die Unterschiede sofort. Beim Contouring, das man als Konturen setzen interpretieren könnte, geht es darum, Zonen hervorzuheben, die schmeicheln, und Problemzonen, die nicht so vorteilhaft sind zu schminken. Dadurch erhält man mehr Volumen und modellierte Konturen. Eine breite Nase wird mit einem richtig gesetzten Schatten schmaler, eine hohe Stirnlinie flacher und hängende Wangen straffer. Sicher kann die Schminktechnik nicht die Anatomie des Gesichtes ändern, aber ein wenig mogeln lässt sich schon. Natürlich sollte man etwas Zeit einplanen. Diese Art von Make Up lässt sich nicht mal eben in fünf Minuten zaubern. Auch gehört schon ein wenig Übung dazu, damit man hinterher nicht angemalt aussieht. Der Zeitaufwand lohnt sich allerdings. In zahlreichen Videos und Schritt für Schritt Beschreibungen gibt es im Internet ausführliche Anleitungen, wie man Beauty ohne OP werden kann.

 

 

Gesichtsform bestimmen

Bevor man jedoch anfängt, helle und dunkle Farbtöne zu vermischen, Highlights zu setzen und durch Schatten bessere Konturen zu schminken, sollte man sich erst einmal mit der eigenen Gesichtsform vertraut machen. Denn je nach dem, welcher Gesichtstyp man ist, werden die Schminkutensilien unterschiedlich eingesetzt. Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen ovalen, rechteckigen, runden, herzförmigen, länglichen, rautenförmigen und dreieckigen Formen. Die eigene Gesichtsform erkennt man, indem man sich vor den Spiegel stellt, die Haare zusammenbindet und das eigene Antlitz, auch mithilfe eines Metermaßes, vermisst.
Oval: Ovale Gesichtsformen stehen im Verhältnis 1:1,5, das heißt, die Länge ist um 1,5-mal länger als die Breite. Stirn- und Kiefernpartie haben in etwa die gleiche Breite.
Rechteckig: Breite und Länge des Gesichtes stehen hier in einem Verhältnis von 1:3. Die Stirnpartie und die Kiefernpartie schließen mit einem ausgebildeten Winkel ab.
Rund: Runde Formen sind breit wie lang, aber mit abgerundeten Seiten.
Herzförmig: Herzförmige Formen haben die breitesten Stellen an der Stirnlinie, den Augen und den Wangen. Das Kinn ist leicht spitz zulaufend. Typisches Kennzeichen herzförmiger Formen ist meist eine hohe Stirnpartie.
Länglich: Längliche Formen sind gleich hoch wie breit. Typisches Merkmal sind gerade Seiten, eine hohe Stirnlinie und ein größerer Abstand zwischen Lippen und Kinnspitze.
Rautenförmig: Rautenförmige Gesichter haben eine schmale Stirn und eine schmale Kinnpartie. Die breiteste Stelle befindet sich an den Wangen.
Dreieckig: Dreieckige Formen können breit an der Stirnlinie und schmal am Kinn sein. Es ist auch ein umgekehrtes Dreieck mit schmaler Stirnlinie und breiter Kinnpartie möglich.

 

Das benötigt man

Egal, welche Gesichtsform man hat, die Produkte und einige grundlegende Schritte sind für das Contouring immer gleich. Man sollte sich einen Concealer, diverse Pinsel und Puder, Cremes oder flüssiges Make Up ein bis zwei Farbtöne heller und ein bis zwei Farbtöne dunkler als den eigenen Teint bereitlegen. Zum Setzen von Highlights bieten sich Puder mit schimmernden Partikeln an. Die dunklen Farbtöne sollten ein kühles Braun oder Bronze sein. Wenn man einen Puder verwendet, wird der Look natürlicher. Dramatisch wird es mit einer Foundation oder Cremes. Speziell für das Contouring gibt es Produkte, die bereits zwei Farbtöne enthalten. Zuerst wird das Gesicht mit einem Primer entfettet. Als Grundierung wählt man anschließend ein Make Up, das eine Nuance heller ist als der eigene Hautton.

 

Schatten …

1. Zuerst sucht man mit den Fingern die Wangenknochen. Direkt darunter wird mit einem abgeschrägten, weichen Pinsel und der dunklen Farbe ein Balken gesetzt. Keine Angst, wenn das erst einmal ein wenig komisch aussieht. Durch das Verblenden werden die Konturen weicher. Dadurch streicht man den Farbton nach oben, hin zu den Wangenknochen, aus.
2. Jetzt wird der gleiche Farbton rund um den Haaransatz aufgetragen und verblendet. Hohe, breite Stirnpartien werden dadurch weicher.
3. Damit die Nase gerade aussieht, wird mit den Fingern an den Nasenflügeln etwas dunkle Farbe aufgetragen und verblendet. Auf keinen Fall sollte man Farbe bis zur Nasenspitze auftragen, da diese dann zu dünn aussehen würde. Möchte man die Nase optisch kürzen, trägt man außerdem etwas Farbe entlang der Nasenlöcher auf.
4. Bei einem schlaffen Kinn trägt man etwas Farbe unter dem Kinn auf.
5. Die Augen werden mit ein wenig Puder vom inneren Augenwinkel hin zur Stirn gekonnt in Szene gesetzt.

 

… und Highlights setzen

1. Mit gekonnt gesetzten Highlights werden Gesichtspartien hervorgehoben, auf die das Augenmerk gesetzt werden soll. Zuerst wird mit einem weichen Echthaarpinsel auf den Wangenknochen, dem Nasenrücken und in der Mitte der Stirn etwas Puder aufgetragen. Die Konturen werden sofort weicher und runder.
2. Um die Lippen voller aussehen zu lassen, trägt man etwas Highlighter auf den höchsten Punkt des Lippenbogens auf.
3. Anschließend wird alles mit einem großen Pinsel verblendet, das heißt, es werden fließende Übergänge zwischen hellen und dunklen Farbnuancen geschaffen.

 

Besonderheiten der Gesichtskonturen

Längliche oder eckige Gesichtskonturen wirken weicher, wenn man etwas dunklere Farbe an den Eckpunkten aufträgt. Mit etwas Highlighter auf der Stirnmitte und dem Kinn wird mehr Kontur gegeben.
Bei herzförmigen Gesichtskonturen hebt man am besten die Partie unter den Augen hervor. Das nimmt ihm den Eindruck von Breite und lenkt außerdem vom Kinn ab. Die Stirnpartie wird mit einem dunklen Farbton abgemildert. Dadurch erscheint auch die Kieferlinie weniger markant.
Dreieckige Gesichtskonturen sollten mit dem Contouring versuchen, einen Ausgleich zwischen breiten und schmalen Bereichen zu schaffen. Dafür wird entlang der Kieferlinie und an den Schläfenbögen dunkle Farbe aufgetragen. Der optische Effekt davon ist, dass der mittlere Teil des Gesichtes in den Vordergrund rückt. Unter den Augen werden durch Highlights hervorgehoben.
Runde und ovale Gesichtskonturen benötigen mehr Struktur. Diese wird durch dunkle Schattierungen an den Schläfen, den Wangenbereich und an der seitlichen Kinnlinie erreicht. Highlights werden an der Stirnmitte und am Kinn gesetzt. Das verleiht dem mehr Struktur und Tiefe. Den letzten Touch gibt man mit etwas hellem Puder auf dem oberen Lippenbogen.

 

 

 

 

Quelle Foto: © kazzakova – Fotolia.com

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